
Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. ( 1. Petr. 5,5b)
Wie kann es sein, dass grundlegende Dinge im Leben unserem eigenen Vermögen entzogen sind? Mehr noch, wir erleben uns selbst eher als Teil eines „Schauspiels“, auf das wir kaum Einfluss nehmen können.
Wer sich allein auf eigene Erfahrungen besinnt und die eigenen Wahrheiten über alles andere stellt, wird von anderen sehr häufig als hochmütig wahrgenommen. Wenn wir selbst in solche „Schleifen“ geraten, erreichen uns die Worte anderer kaum noch. Wir haben die Antwort schon parat, bevor eine Frage überhaupt gestellt ist.
Demut hingegeben öffnet uns den Horizont, gerade dann, wer wir in uns „gefangen“ sind. Sie ist eine Gnade, für jene, die dann sich selbst für einen Augenblick zurücknehmen können. Was sie uns schenkt ist ein Geschenk Gottes – jedoch nicht zu verwechseln mit festgeschriebenen Lehrsätzen, Dogmen, die über die Menschheitsgeschichte viel Unheil gebracht haben, weil sie nicht mehr offen waren für Gottes uneingeschränktes und freies Handeln.
So kann der Frieden Gottes, zu dem wir berufen sind und der unsere Vernunft übersteigt, in uns wirken. (Philipper 4,7)
