
Der HERR sprach: Ich habe das Elend meines Volkes gesehen, und ihre laute Klage über ihre Antreiber habe ich gehört. Ich kenne ihr Leid. Ich bin herabgestiegen, um sie zu befreien. Ex 3,16
Die Not des Volkes Israel bleibt dem HERRN nicht verborgen. Die Wende zum Guten beginnt damit, dass er dem Schafe hütenden Moses genau dieses zuspricht. „Ich habe das Elend gesehen. Eure Klage ist mir nicht verborgen geblieben. Ich bin bereit euch zu befreien.“ Die spätere, teilweise wundersame Befreiung aus der Knechtschaft der Ägypter ist jedoch kein Eingriff des HERRN in die Geschichte. Vielmehr wird Moses noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten müssen, um sein Volk zum Aufbruch in eine vage und noch unbekannte Zukunft zu motivieren. Und hätte jemand geahnt, wie lange und mühsam dieser Weg sein wird, wer hätte sich wirklich angeschlossen und nicht lieber in dem vertrauten Elend und Leid geblieben?
Impuls für den Tag: Hatten wir je den Eindruck, Gott bliebe unser eigenes Elend und Leiden verborgen? Wo spricht er zu uns und lädt uns ein, aus vertrauten aber unguten Zusammenhängen aufzubrechen? Folgen wir seinem Ruf, oder scheint uns das Vertraute und Bekannte am Ende doch erträglicher als der Aufbruch in eine unbekannte Zukunft?
