
Ihr, die ihr den Herrn fürchtet, vertraut auf ihn. Hofft auf Heil, auf immerwährende Freude und Erbarmen. Sir 2,1-11
In unserer Demut erkennen wir, dass wir unser Sein Gott verdanken. Wir erkennen an, dass das Leben und was es im innersten zusammenhält uns in vielem entzogen ist. Dennoch, gerade weil dies so ist, wächst die Verantwortung für das, was wir tun können. Wir sind gehalten die Verantwortung für geschehenes Unrecht zu übernehmen und dieses wahrhaftig benennen zu können.
Impuls zum Tag: Heute vor 80 Jahren wurde das KZ-Auschwitz befreit. Dieser Tag erinnert an die Gräueltaten des 2. Weltkrieges. Diese populistisch als „Vogelschiss der deutsche Geschichte“ zu bezeichnen, lässt nicht nur mangelnde Demut vermissen, sondern ist im Gedenken an die Opfer der Shoah geradezu unerträglich und beschämend. Der Vorsitzende der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem, Dani Dayan äußerte heute: »Die Erinnerung und Anerkennung der dunklen Vergangenheit des Landes und seines Volkes“ sollte eine große Rolle in der deutschen Gesellschaft spielen. (Jüdische Allgemeine)
