
Dem Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen und Freude den aufrichtigen Herzen. Ps 97,11
„Es ist nicht mehr als gerecht …“, so beginnen manche Sätze, die wir zu hören bekommen oder zu denen wir selbst greifen. Oft wird damit zum Ausdruck gebracht, dass das, was geschehen ist, oder im Begriff ist, Wirklichkeit zu werden, richtig und gut ist. Schnell geraten die Gemüter jedoch aneinander, weil das, was für den einen gerecht ist, für jemand anderen schreiendes Unrecht bedeuten kann.
Wollen wir unseren Beitrag für eine „gerechtere“ Welt leisten, brauchen wir Orientierungspunkte. Uns muss, wie der Psalmist hervorhebt ein „Licht aufgehen“. In solchen lichten und hellen Momenten ergreift uns eine Freude. Sie treibt uns an und entfaltet jene göttliche Kraft, die alles verwandeln kann. In Demut und Bescheidenheit nehmen wir wahr, dass etwas durch uns voranschreitet, was über uns hinaus weist und Gestalt annimmt.
