lebensraum

ich bewege mich durch räume werde mit ihnen vertraut lerne mich in ihnen zu orientieren verlasse sie wieder betrete neue und immer neue im laufe der jahre drehe ich mich bisweilen um suche orientierung eindrücke verschwimmen wo bin ich nicht immer gelingt es vertraute räume nochmals zu betreten die Erinnerung an sie bleibt manchmal nur…

alles

alles was ich sage und tue kann nicht zurückgenommen werden worte und taten gehen ein in die geschichte und werden damit verfügbar für andere sie machen ihre eigenen geschichten daraus und verstecken allzu oft ihrer eigenen unzulänglichkeiten dahinter  

30.000 fuß

30.000 fuß über allem aus eigenem antrieb gelingt es nie sich so zu erheben die modernen transportröhren machen es möglich so verschwindet für einige zeit das hier und Jetzt wird klein und nichtig im gegenlicht der nicht untergehenden sonne verschwimmen die eindrücke eines gestern letzte gewissheiten verschwinden im zwielicht des augenblicks selbst der größte erdenschmerz…

es krieselt

etwas krieselt ein hin und her von gedanken ein auf und ab von gefühlen ich schaue zurück versuche zu begreifen will verborgenes verstehen ich ersinne eine zukunft die der vergangenheit entspringt gleichzeitig von ferne aus der zukunft mir entgegen eilt altes bindet noch während neues sich bereits bildet und form gewinnt seine bestimmung finden sagt…